Wirtschaft: Produktion & Konsum

Dieser Artikel soll als Dachbeitrag für den Themenbereich Wirtschaft fungieren und dem Leser helfen, ein Verständnis für Wirtschaft bzw. wirtschaftliche Zusammenhänge zu entwickeln. Die Lesezeit beträgt circa 25min.

Einleitung

Wirtschaft ist eines der zentralen Themen der Politik und ein Stützpfeiler der Gesellschaft. Ihr Zustand ist das Aushängeschild für die Qualität der Regierungspolitik eines Landes und ein entscheidendes Kriterium für dessen Position in der globalen Hierarchie. Doch was ist eigentlich Wirtschaft?

Wirtschaft ist das wechselseitige Verhältnis von Produktion und Konsum, welches durch die Güter- und Kapitalverteilung konstituiert wird.1

Das Verhältnis dieser drei Komponenten und ihre interne Funktionsweise werden im Rahmen zahlreicher Wirtschaftstheorien disputiert. In der Wirtschaftswissenschaft wird zwischen der Makro- und der Mikroökonomie unterschieden. Die Makroökonomie beschäftigt sich dabei mit der Funktionsweise der gesamten Volkswirtschaft, während sich die Mikroökonomie auf einzelne Individuen konzentriert. Der wirtschaftstheoretische Zugang findet dabei sowohl auf der Makro- als auch auf der Mikroebene grundsätzlich über das Verhalten der unterschiedlichen Marktakteure statt. Die Urteile und Entscheidungen der Konsumenten und Produzenten stehen in diesem Kontext in einem unmittelbaren wechselseitigen Zusammenhang und wirken sich im Rahmen von Angebot und Nachfrage sowohl auf die Güter- und Kapitalverteilung, als auch auf das allgemeine Investitionsverhalten aus.

Die Ansichten unterschiedlicher Wirtschaftstheoretiker und Philosophen über die Entscheidungsfindung der Konsumenten und Produzenten gehen dabei weit auseinander. So ging bis vor kurzem der Großteil ökonomischer Modelle davon aus, dass der Mensch ein rational handelnder Marktteilnehmer mit feststehenden harmonisierten Präferenzen sei, dessen einziges Anliegen in der Maximierung seines Nutzens läge (homo oeconomicus/econ).2 Dementgegen steht die relativ junge Verhaltensökonomie, welche die Wirtschaftstheorie der Neoklassik scharf kritisiert. Nach Richard Thaler, dem Begründer der Verhaltensökonomie3, setzt sich die klassische Wirtschaftstheorie aus einer Optimierungs- und einer Gleichgewichtsprämisse zusammen.4 Die Optimierungsprämisse wird dabei als „die Auswahl des Besten unter Berücksichtigung begrenzter finanzieller Mittel“ und die Gleichgewichtsprämisse als „das Einpendeln von Preisen im Sinne des Angebot-und-Nachfrage-Equilibriums“ definiert. Die Verhaltensökonomie konzentriert sich auf, durch Heuristiken bzw. kognitive Verzerrungen bedingte, Abweichungen von der Optimierungsprämisse auf der Beurteilungs- und Entscheidungsebene. Der Mensch wäre demnach als human und nicht als econ zu klassifizieren. Dies würde sich unmittelbar auf den Handlungsmodus als Marktakteur auswirken und das Gefüge der drei Wirtschaftskomponenten maßgeblich beeinflussen.

Produktion

Die Produktion umfasst den Prozess der Umwandlung, Vermischung, Vermengung oder Verarbeitung von Edukten in Produkte, in Form von materiellen und immateriellen Waren und Gütern.

historischer Überblick

Die Produktion ist so alt wie Menschheit selbst. Die Herstellung von Werkzeugen durch Menschen wird von Historikern und Archäologen auf über 2,4 Millionen Jahre zurück datiert.

Effizient wurde die Produktion jedoch erst mit der Einführung der Arbeitsteilung. Diese wird von Adam Smith im ersten Kapitel von „Wohlstand der Nationen“ anhand der Herstellung einer Nadel veranschaulicht. Der ungelernte ungeübte Arbeiter könnte demnach mit großem Fleiß eine Nadel pro Tag herstellen. Diese Produktionsineffizienz wird durch die Zentralisierung einer Vielzahl an einzelnen Arbeitsschritten auf einen Arbeiter verursacht. So muss der Draht gezogen, gestreckt, zugespitzt und geschliffen werden. Die Gesamtproduktion umfasst nach Smith circa 18 verschiedene Arbeitsabläufe. Einem einzelnen Arbeiter wäre es nicht möglich all diese Arbeitsschritte mit gleichbleibender angemessener Qualität in einem akzeptablen Zeitraum durchzuführen. Die Konsequenz der Produktionsineffizienz wäre eine sehr teure Nadel, ein sehr geringer Lohn für den Arbeiter oder ein Verlustgeschäft für den Arbeitgeber. Diese zwangsläufigen ökonomischen Folgen bedingen die Aufteilung der Arbeit auf eine Vielzahl an spezialisierten Arbeitern. Nach Smith bringt eine Aufteilung der Arbeit auf 10 Arbeiter bereits eine Produktionssteigerung von mehreren zehntausend Nadeln mit sich.

Die Frage der gesteigerten Produktionseffizienz ist in der heutigen Gesellschaft, auch nach der industriellen Revolution im 18. und 19. Jahrhundert, im Rahmen der Produktionsplanung noch immer unmittelbar präsent und wird unter anderem durch eine immer ausgeprägtere Spezialisierung, einer technologischen Aufwertung der Produktionsmittel und Systeme angestrebt. Henry Ford knüpfte mit seinem Modell der Transferstraße an die Ideen der Arbeitsteilung und Industrialisierung an und revolutionierte somit die Produktion. Heute stellt die Digitalisierung Manager vor neue immense Herausforderungen.

In seinen Werken „Das Kapital“ und „Das kommunistische Manifest“ befasst sich Karl Marx unter anderem mit den Auswirkungen des Besitzes der Produktionsgüter auf die Machtstellung in der Gesellschaft. Er beschreibt den Klassenkampf zwischen Bourgeoise und dem Proletariat, welcher sich in erster Linie um die Kontrolle von Produktionsgütern und die Verteilung des Kapitals dreht. Inwieweit im 20. Jahrhundert eine Verschiebung der Macht zugunsten der Konsumenten stattfgefunden hat wird anteilig in „Die Macht der Dinge“ von Frank Trentmann untersucht.

Bedeutung der Produktion in der Betriebswirtschaftslehre

Die Produktion ist die betriebliche Hauptfunktion und spielt mithin in der Betriebswirtschaftslehre eine zentrale Rolle.5 Die Produktion ist das Herzstück eines Unternehmens und stellt die Grundlage für dessen Mission, das allgemeine operative Geschäft und somit den Umsatz dar. Ein Unternehmen ohne Produkt hat keine (ökonomische) Daseinsberechtigung.

In der betriebswirtschaftlichen Literatur wird die Produktion im weiteren Sinne als „jede Kombination von Produktionsfaktoren“ und im engeren Sinne als „betriebliche Leistungserstellung“ definiert. Die Kombination der Produktionsfaktoren wird als Input bezeichnet, während die Leistungsverwertung in Form von Vertrieb u.Ä. den Output darstellt. Der Output bringt dem Unternehmen Einzahlungen um neue Produktionsfaktoren zu finanzieren. Güterstrom (Input-Output) und Finanzstrom (Auszahlung-Einzahlung) stehen sich mithin unmittelbar gegenüber. Koordiniert werden der Güterstrom durch den Leistungsbereich (Leistungserstellung und Leistungsverwertung) und der Finanzstrom durch den Finanzbereich.

Unternehmen funktionieren grundsätzlich nach dem Muster „Geld -> Input -> Leistungserstellung -> Output -> Geld„. Das Anfangskapital führt dabei im Optimalfall zu einem erhöhten Endkapital, welches erneut in das Unternehmen investiert werden kann. Gründer benötigen regelmäßig Hilfe um eine hinreichende Menge Anfangskapital aufzubringen um diesen ökonomischen Kreislauf in Gang zu setzen. Diese Finanzierung6 geschieht über die Aufnahme von Fremdkapital bei der Bank, Börse oder Privatinvestoren. Ohne diese Starthilfe könnte die Wirtschaft nicht funktionieren, weil Kapital, Unternehmergeist, die richtige Idee und Glück selten in einer Person aufeinandertreffen. Die Investition bildet damit unter anderem die Grundlage für die Produktion und unterstützt im Rahmen von Konsumentenkrediten den Konsum.7 Kredit kann daher als Treibstoff der Wirtschaft bezeichnet werden.

Die Produktion gliedert sich in die Beschaffung, den Transport, die Lagerhaltung und die Fertigung auf.

Die Produktionsplanung findet entweder im Totalmodell oder im Partialmodell statt und ist regelmäßig auf das Ziel der Gewinnmaximierung ausgelegt. Oft findet eine totale übergreifende Planung mit partiellen Tendenzen Anwendung. Die Produktionsplanung stellt neben der Absatz-, Investitions- und Finanzplanung lediglich einen Teil des Unternehmensgesamtplanes dar. Die Planung der Produktion findet dabei grundsätzlich durch eine Anwendung der Produktions- und der Kostentheorie statt. Erstere beschreibt den mengenmäßigen Zusammenhang von In- und Output, während die zweite den mengenmäßigen Input mit Preisen bewertet.

Bedeutung der Produktion in der Volkswirtschaftslehre

Die Produktion spielt in der Volkswirtschaftslehre eine eine eminente Rolle.8 Ihre Kapazität konstituiert unterschiedliche volkswirtschaftliche Kennzahlen wie das Bruttoinlandsprodukt.9 Die Produktionskapazität setzt sich dabei aus vier Produktionsfaktoren, der Arbeit, dem Boden, dem Kapital und dem technologischen Fortschritt, zusammen.10

Die Arbeit wird dabei als „geistige und körperliche menschliche Leistung, die in die Produktion fließt“ definiert. Der Boden bezeichnet „alle natürlichen Ressourcen dieser Welt“. Das Kapital wird als „alle produzierten aber noch nicht in den Bereich der Haushalte übergegangenen Güter“ definiert. Unterschieden wird dabei zwischen Geld-, Sozial-, und Real- oder Sachkapital, wobei letzteres die Produktionsmittel umfasst. Der technologische Fortschritt ist „das technische Wissen bzw. alles was die Produktion effizienter werden lässt“.

Wirtschaftskennzahlen können unter anderem genutzt werden um soziale Veränderungen zu untersuchen. Verschwindet oder wächst die Mittelschicht? Warum ist Deutschland wohlhabender als Argentinien? Welche Wirtschaftspolitik zeigt welche Folgen in der Bevölkerung?

Die Produktionsfaktoren werden im Rahmen von Produktionsfunktionen11 verwertet. Diese beschreibt das Verhältnis von Input und Output. Der Zweck der Produktionsfunktion ist es die Produktionsfaktoren maximal effizient zu nutzen.12

„Die Produktionsfunktion sagt aus, welche maximale Produktionsmenge bei gegebenen Faktoreinsatz erzeugt werden kann. Sie gilt jeweils für einen bestimmten Stand der Technik und des technologischen Know-hows.“

Samuelson & Nordhaus in Volkswirtschaftslehre, 3. Auflage, München 2007, S.162

Die Produktion bedingt zudem mittelbar die Höhe des Angebotes und beeinflusst mithin maßgeblich die Preisbildung.

Bedeutung der Produktion für die Umwelt

Die Produktion formt die Umwelt durch in- und outputbezogene Faktoren. Erstere betreffen die Rohstoffgewinnung, den Antransport dieser und den unmittelbaren Prozess der Produktion, während letztere sich auf den Abtransport der Abfallstoffe und Produkte, sowie den Vertrieb beziehen. Der Einfluss der Produktion auf die Umwelt ist regelmäßig negativ und wird mithin durch zahlreiche Gesetze und andere Normen reguliert.

Diese Regulierungen spielen unter anderem eine wichtige Rolle für die Standortpolitik der konkurrierenden Regierungen. So verlagern große Unternehmen im Kontext der Globalisierung ihre Produktion in die Teile der Welt, welche ihnen die besten Konditionen bieten. Der Trend geht zur Auslagerung von Produktion nach Asien. Die westlichen Länder entwickeln sich zunehmend von Industrie- zu Dienstleistungsnationen. Inwieweit eine merkantilistische Politik dem entgegentreten kann ist genauso fraglich, wie der Ausgang der Kollision von Moral, dem Klimawandel, ausgiebiger Lobbyarbeit, erneuerbaren Energien und dubiosen Lieferketten.

Konsum

Der Konsum umfasst den Verbrauch von Wirtschaftsgütern.

Er stellt das Gegenstück zur Produktion dar und begründet die Nachfrage. In der Betriebswirtschaft steht der Konsum für den Güteroutput, in der Volkswirtschaftslehre für den Einkauf von Waren und Gütern durch private Haushalte.13

Der Konsum steht vor allem in der heutigen Zeit im Kontext der Überflussgesellschaft14 in der Kritik. Er ist aber keine Erfindung des 20. Jahrhunderts, sondern so alt wie Menschheit selbst. Menschen lebten schon immer in sozialen Gruppierungen in Form von Konsumgemeinschaften. Die Konsumgesellschaft im Sinne des individualisierten Konsums begann jedoch erst im 15. Jahrhundert sich langsam herauszubilden und wurde durch den sich globalisierenden Handel katalysiert bzw. bedingt. Die Geschichte des Konsums ist dabei im Rahmen unterschiedlicher Warenbiographien äußerst detailliert dargestellt. So haben Kaffee, Baumwolle und Kakao sehr gut dokumentierte Historien. Eine ausdifferenzierte Darstellung der Geschichte des Kakaos würde jedoch den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Für interessierte Leser empfiehlt sich die Abhandlung über den Konsum „Die Herrschaft der Dinge“ von Frank Trentmann.

Grob zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich der Konsum im Laufe der Zeit von Antiquitäten hin zu neueren Dingen entwickelt hat und über die letzten Jahrhunderte sowohl absolut als auch relativ gesehen stark gestiegen ist. Die Beschleunigung des Konsums ist dabei nicht nur der erhöhten Schnelllebigkeit der Produkte, sondern auch der, durch das Informationszeitalter bedingten, exorbitanten Volatilität und Fungibilität der Trends zuzurechnen. Ein junger Mann im alten China der Shang- oder Han-Dynastie konnte noch damit rechnen in 20 Jahren die gleiche Kleidung wie seine Eltern zu tragen, ähnliches Essen wie seine Eltern zu essen und in einem ähnlichen Haus wie seine Eltern zu leben. Im 21. Jahrhundert ändern sich die Trends zum Teil im Wochen- wenn nicht sogar im Tagestakt. Dabei spielen nicht nur modische und wirtschaftliche, sondern vor allem soziale, politische und psychologische Aspekte eine große Rolle.

So war es in der Geschichte der Menschheit noch nie so leicht für große Gruppen von Menschen miteinander zu kommunizieren und sich auszutauschen. Der Informationsfluss ist immens und der Verbraucher bekommt das Geld durch Konsumentenkredite von unterschiedlichen Finanzdienstleistern beinahe aufgedrängt. Besitz und Eigentum dienen als Statussymbol, als Abgrenzungsmerkmal und heben den Träger als Individuum hervor. Shopping ist zur Freizeitbeschäftigung geworden. Die ökonomische Relevanz des Konsumenten hat diesem ebenfalls politische Relevanz verliehen und spielt eine entscheidende Rolle im Rahmen der Demokratisierung. Problematisch ist, dass der Konsum eine große Menge an endlichen Ressourcen verschlingt. Die Industrienationen importieren unglaubliche Mengen an Rohstoffen aus ärmeren Ländern, die dort zum Teil unter subordinativen, quasi-imperialistischen Bedingungen gewonnen werden.15

Interessant ist im Bezug auf den Vorwurf der Wegwerfgesellschaft die Entwicklung des Abfalls. Dieser hat relativ gesehen in Europa nicht bemerkenswert zugenommen, nur die schwerpunktmäßige Zusammensetzung hat sich verändert.16 So hat sich die Menge an biologisch abbaubaren Produkten wie Kohle und Holz verringert und wurde durch eine bemerkenswerte Menge Kunststoff ausgetauscht. Dies ist im Rahmen des Klimawandels als höchst alarmierend einzustufen. Erstaunlich sind weiterhin die exorbitant hohen Mengen an weggeworfenen Lebensmitteln, die nach zahlreichen Schätzungen reichen würden um den Welthunger zu stillen.17

Güter- und Kapitalverteilung

Die Verteilung beschreibt Art und Ausmaß der Güter- und Profitzuweisung.

Sie beschränkt sich dabei nicht lediglich auf die Produktionsmittelverteilung, sondern dient als Oberbegriff für ein allgemeines materielles Verteilungssystem. Sie konkretisiert das marktkonstituierende Ineinandergreifen von Produktion und Konsum, welches nach dem Konzept von Angebot und Nachfrage Güter und Kapital auf dem Güter-, Kapital- und Arbeitsmarkt verteilt. Das Verteilungssystem ist daher lediglich als unechte subsidiäre Wirtschaftskomponente zu kategorisieren. Die etablierte Marktwirtschaft kann dabei frei, sozial, sozialistisch oder kommunistisch sein und unterscheidet sich vor allem im Bezug auf die Art, Intensität und den Umfang der (staatlichen) Regulierung. Der Grad der Regulierung bewegt sich dabei zwischen den Extremen des wirtschaftsanarchistischen Raubtierkapitalismus und des planwirtschaftlich maximal regulierten Kommunismus.

In der metaphorischen „Wirtschaftsmaschine“ beziehen die Produktion und der Konsum die Rolle der Zahnräder, die Nachfrage die des Motors und das monetäre System bzw. der Kredit die des Treibstoffs.18

Interessant zu betrachten ist in diesem Kontext, dass der Kapitalismus als natürlich gewachsenes Verteilungssystem einzustufen ist und sich von selbst entwickelt, während Kommunismus und Sozialismus von Menschen künstlich konstruiert und aufrechterhalten (!) werden müssen. Eine differenzierte Gegenüberstellung des Kapitalismus und des Kommunismus würde jedoch den Rahmen dieses Beitrags sprengen und findet daher an anderer Stelle statt.

Unser Ansatz

Econ2091 hat den Anspruch, dem Leser das Gesamtkonzept der Wirtschaft durch eine Schulung der finanziellen Intelligenz näherzubringen und verständlich zu machen. Diese beschreibt die Fähigkeit, Wohlstand aufzubauen und diesen zu erhalten. Der Leser soll lernen, sich in der Welt der Ökonomie zu orientieren und zu bewegen.

Die finanzielle Intelligenz umfasst sowohl das allgemeine Marktverständnis, das Investment, sowie rechtliche und weitere unternehmerische Grundlagen.

Im Rahmen des allgemeinen Marktverständnisses wird dem Leser das Zusammenspiel von Produktion, Konsum und Verteilung durch eine kombinierte Anwendung von Grundlagen der Volks- und Betriebswirtschaftslehre näher gebracht. Econ2091 konzentriert sich dabei hauptsächlich auf einen verhaltensökonomischen Ansatz, lässt aber auch andere Wirtschaftstheorien und Philosophien, sowie historische Aspekte nicht außen vor.

Das Investment baut zu großen Stücken auf dem allgemeinen Marktverständnis auf und wird schwerpunktmäßig aus Sicht des externen Investors im Sinne der Fundamentalanalyse dargestellt.

Die rechtlichen Grundlagen stellen dem Leser den rechtlichen Rahmen vor, in welchem er sich bewegt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem deutschen Zivilrecht. Eine Einbindung des öffentlichen Rechts, Teilen des Strafrechts sowie des europäischen Rechts findet jedoch ebenfalls statt.

Das Gesamtbild wird durch eine Darstellung und Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebensphilosophien abgerundet.

Überprüfungsfragen:

  1. Aus welchen Komponenten setzt sich Wirtschaft zusammen?
  2. Welche Rolle spielt die erste Komponente?
  3. Welche Rolle spielt die zweite Komponente?
  4. In welchem Zusammenhang stehen diese Komponenten?

Literaturempfehlung:

Für diesen Artikel gibt es keine konkrete Literaturempfehlung, da er ein Dachbeitrag ist. Folglich sollten für ein erweitertes Verständnis die in den Fußnoten genannten Quellen, sowie alle Artikel von Econ2091 zum Thema Wirtschaft und deren Literaturempfehlungen gelesen werden.

  1. Es handelt sich um eine Blinddefinition, welche die offizielle Wirtschaftsdefinition um eine konkretisierte Verteilungskomponente modifiziert.
  2. Prominente Vertreter der Neoklassischen Theorie sind unter anderem Alfred Marshall und Marie-Esprit-Leon Walras.
  3. Richard Thaler wurde unter anderem maßgeblich von Daniel Kahneman und Amos Tversky beeinflusst (siehe Prospect Theory), die Etablierung des neuen Feldes ist jedoch nach einhelliger Ansicht ihm anzurechnen.
  4. Thaler, Misbehaving, München 2019, S.22f.
  5. Wöhe, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 26. Auflage, München 2016, S.269ff.; Wöhle & Schierenbeck, Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre, 18. Auflage, Oldenburg 2012, S.262ff.
  6. Die Finanzierung beschreibt die Bereitstellung finanzieller Mittel.
  7. Die Investition beschreibt im Allgemeinen die Anlage von Kapital, Zeit und Kraft für einen zukünftigen Nutzen. In der Betriebswirtschaftslehre wird Investition als Verwendung finanzieller Mittel bezeichnet, die sich regelmäßig durch hohen Kapitalbedarf und eine langfristige Kapitalbindung auszeichnet. Konkreter wird von Investition gesprochen, wenn die heutige Hingabe von Geld in der Absicht erfolgt, mit dem Mitteleinsatz einen höheren Geldrückfluss in Zukunft zu erreichen. Für eine Auseinandersetzung mit der Investition aus Sicht des Investors siehe hier.
  8. Samuelson & Nordhaus, Volkswirtschaftslehre, S.161ff., 209ff.; Bofinger, Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, 3. Auflage, München 2011, S.98ff, 330f.,554f.
  9. Dieses umfasst den Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen, die binnen eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft produziert werden.
  10. Die Produktionsfaktoren der BWL unterscheiden sich anteilig von denen der VWL, eine Abgrenzung würde aber den Rahmen dieses Beitrags sprengen und findet daher an anderer Stelle statt.
  11. total/peripher substitutional oder linear/nichtlinear limitational.
  12. siehe Isoquante.
  13. Samuelson & Nordhaus, Volkswirtschaftslehre, 3. Auflage, München 2007, S.1041.
  14. siehe John K. Galbraith, Gesellschaft im Überfluss.
  15. siehe Neokolonialismus.
  16. Trentmann, Herrschaft der Dinge, 2. Auflage, München 2019, S.835ff.
  17. Die Welt, letzter Aufruf 03.01.2020, 9:14: https://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article13790147/Die-Wegwerfgesellschaft-und-ihre-Feinde.html ; WWF, letzter Aufruf 03.01.2020, 9:17: https://www.wwf.de/2015/juni/das-grosse-wegschmeissen/ .
  18. Eine Darstellung der Wirtschaft als Maschine ist hilfreich, um einzelne Funktionen zu veranschaulichen, weckt aber den Eindruck, dass sie von „Wirtschaftsmechanikern“ vollends verstanden und repariert, sowie moduliert werden könnte. Dies wäre aufgrund der extremen Komplexität durch eine immens hohe Pluralität an wechselwirkenden Variablen als unangemessene Vereinfachung anzusehen.

2 Kommentare zu „Wirtschaft: Produktion & Konsum“

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